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Mehrmals im Jahr sind die Mitglieder des Clubs aufgerufen, touristische Neuigkeiten in der eigenen Stadt zu erkunden.

Sicherlich: Einige kennen sich bestens aus, aber viele staunen doch darüber, was die Stadt Münster und ihre Umgebung alles zu bieten hat. Heimatkundliche Sehenswürdigkeiten – oftmals liebevoll restauriert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht – versprechen einen Einblick in unsere Kultur, Technik und Geschichte. Es hat sich gezeigt, dass die Angebote in der näheren Umgebung schier unerschöpflich sind. Wir suchen sie für unsere Mitglieder heraus!

Der Ausflug in die Besonderheiten und in die Geschichte unserer Stadt erfolgt natürlich ohne Fahrzeug. Ein Nachmittag, mit durchaus gemütlicher Komponente, verspricht sehr interessant zu werden, zumal gerade diese Veranstaltung immer unter einem speziellen Thema steht (z.B. der Kachelsaal im Dom, Massematte in Münster, Juden in Münster, die Aa im Stadtgebiet Münsters, das Königreich der Täufer, das Picasso-Museum oder der Besuch bei der Feuerwehr).


Tausend Mal daran vorbeigefahren, nie drin gewesen:
Das historische Torhaus 2 in Münster

Münstertag am 10. April 2019

Wenn man die Stadt Münster Richtung Steinfurt/Gronau verlässt, begegnet man zwei im Stil des Frühklassizismus erbaute Torhäuser, die auch den Zweiten Weltkrieg unbeschadet überstanden haben.

Die Campingfreunde am Torhaus
Die Campingfreunde vor dem Torhaus 2 in Münster
Im Torhaus

Um die Geschichte des nordöstlichen Wachhauses zu erfahren, trafen sich die Freunde des ADAC Camping-Club Münster mit dem Stadtheimatpfleger Heinz Heidbrink. Er erklärte die wechselvolle Geschichte dieses von W.F. Lipper 1778 erbauten Hauses.

Ursprünglich wurde hier der Zugang zur Stadt vom Militär und Zoll kontrolliert und sogar ein Keller nebst „Plumpsklo“, den man heute besichtigen kann, diente als Gefängnis. Nach dem Zweiten Weltkrieg war hier eine Druckerei, später eine Dienststelle der Zollverwaltung untergebracht. Nach einer weiteren Nutzung durch die Fachhochschule für Design überließ die Stadt Münster dem Stadtheimatbund das Gebäude.

Kellertreppe

Heinz Heidbrink erläuterte die vielfältigen Aufgaben dieses gemeinnützigen Vereins, dem sich bereits über vierzig Mitgliedsvereine angeschlossen haben.

Im Namen seiner Mitglieder bedankte sich Thomas M. Heitkämper für zwei spannende Stunden über die Besonderheit der Geschichte Münsters.

Das Torhaus ist öffentlich und ein Besuch lohnt sich!

Hier ist der Zugang zum Keller/Gefängnis zu sehen.
– Was wollte der Schreiber der Nachwelt überliefern …?

Inschrift Gefängniswand

Besuch im Kloster Gerleve am 20. März 2019

Das Kloster Gerleve liegt inmitten der idyllischen münsterländischen Parklandschaft und wird von Touristen gern besucht. Aber: Was machen die Benediktinermönche dort, wie sieht ihr Tagesablauf aus, welche Arbeiten verrichten sie? Viele Fragen, die die interessierten Mitglieder des ADAC Camping-Club Münster gern einmal stellen wollten.

Foto Kloster Gerleve

Dank der Vermittlung von Antonia und Norbert Hahn trafen sich vierzig Clubmitglieder im Kloster Gerleve mit Pater Christian. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Thomas M. Heitkämper im Café des Klosters übernahm Pater Christian die Leitung und erzählte zunächst einmal aus seinem eigenen Werdegang zum Eintritt in den Benediktinerorden. Deutlich wurde, dass nach eigener intensiver Prüfung und Vorbereitung seine innere Berufung ausschlaggebend für den Weg in das klösterliche Leben war.

Dass das Leben der Mönche täglich mit der Virgil am frühen Morgen bis zur späten Komplet weitgehend dem Gebet gewidmet ist, darf nicht die vielfältigen Aufgaben wie die Seelsorge, Forschung und Lehre unbeachtet lassen. Aber auch handwerkliche Tätigkeiten wie Druckerei und Buchbinderei sowie Krankenpflege und Hausarbeiten gehören zu den täglichen Arbeiten.

Gerleve Besuchergruppe

Viele Fragen musste Pater Christian beantworten: „Kann man aus dem Kloster austreten?“, „Gibt es mal Streit unter den Mönchen?“, „Haben einige Mönche Probleme mit dem Zölibat?“, „Dürfen die Benediktiner einem Hobby nachgehen?“, „Wie werden Konflikte gelöst?“, „Warum dürfen Frauen die Räumlichkeiten nicht betreten – ist das noch zeitgemäß?“, „Haben Mönche auch Urlaub?“ usw. Alle waren beeindruckt, dass Pater Christian die vielen Fragen sehr ehrlich und offen beantwortete.

Nach der langen Diskussionsrunde nahmen viele ADAC Campingfreunde noch an der abendlichen Komplet teil, die zu Ehren des hl. Benedikt besonders feierlich war.


 

„das Gehirn“ – Besuch der Sonderausstellung im LWL-Museum für Naturkunde am 6. Februar 2019

Das LWL-Museum für Naturkunde überrascht den ADAC Camping-Club Münster jedes Jahr mit einer neuen faszinierenden Sonderausstellung. Dieses Jahr war das Thema: „das Gehirn – Intelligenz, Bewusstsein, Gefühl“.

Gruppenfoto in der Ausstellung

Das Interesse an dieser Ausstellung war – wie seit über 30 Jahren! – enorm groß. Dank einer sehr guten Führung, bei der über 70 echte Gehirne präsentiert wurden, wurde deutlich, dass bei fast allen Lebewesen das Gehirn schlicht die zentrale Steuerung ist. Die unterschiedliche Größe gibt aber nicht unbedingt Auskunft über die Intelligenz.

Faszinierend ist die anatomische Vielfalt dieses Organs, das alle Impulse und Reize verarbeiten muss: Gefühle wie Freude, Angst,Trauer, Wut, Liebe, Träume, Geschmack, aber auch Emotionen und soziale Kompetenz. Dank unseres Gehirns ist ein soziales Miteinander und Füreinander erst möglich. Schaut man in die Tierwelt, findet man Ähnlichkeiten, die aber weitgehend noch erst erforscht werden müssen.

Schon seit Beginn der Menschheit fragt man sich, wie Intelligenz entsteht, wie Intelligenz gemessen wird, was man eigentlich unter Intelligenz verstehen muss. Immer wieder hat es neue Interpretationen dazu gegeben: dass das Wissen um „klassische Sachverhalte“ nicht unbedingt mit Intelligenz identisch ist (früher bescheinigte man den Menschen, die Latein beherrschten hohe Intelligenz), wissen wir heute. Die Interpretation von Linda Gottfredson aus dem Jahr 1994 mag eine neue Interpretation darstellen, was viele heute unter Intelligenz verstehen.

Das Thema „Gehirn“ lässt uns nicht los. Hier gilt es, noch viel zu forschen. Dass wir in Münster auch einen kleinen Bestandteil des Gehirns von Albert Einstein präsentieren können, dürfen wir mit entsprechendem Respekt zur Kenntnis nehmen. Dass aber außer den Menschen auch Tiere Gehirne haben, macht dieses Ausstellung besonders spannend und wertvoll. Künstliche Intelligenz – hier durch einen Roboter dargestellt – fasziniert, löst aber auch Ängste aus: möge der Mensch soviel Intelligenz besitzen, dass er niemals seine Führungsrolle verliert.

Die Sonderausstellung im LWL-Museum für Naturkunde in Münster ist ein absolutes MUSS!

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Rückblick: